Der Kommentator

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Vegetarische Ernährung für das Haustier?

© Yantra - Fotolia.com

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Für manchen vegetarischen Tierliebhaber geht die Zuneigung vielleicht sogar so weit, dass er selbst seine Katze, oder seinen Hund nicht mit Fleisch füttern möchte. Für Katzen ist eine vegetarische Ernährung jedoch nicht zu empfehlen. Um gesund zu bleiben brauchen Katzen Taurin, eine Aminosäure, die nur in tierischen Proteinen, also Fleisch enthalten ist. Auch die Säure Arachidon ist bisher nur in fleischlichen Produkten nachgewiesen worden. Für Katzen ist sie allerdings lebensnotwendig. Bei den Stubentigern ist außerdem zu berücksichtigen, dass sie, wenn sie als junge Tiere einmal an ein bestimmtes Futter gewohnt wurden, nur noch schwer davon abzubringen sind. Hat man seine Katze also bisher vegetarisch ernährt und treten nun gesundheitliche Probleme auf, dann kann es sehr schwer und bisweilen fast unmöglich sein, das Tier umzugewöhnen. Zu einer vegetarischen Ernährung für Katzen ist also nicht zu raten.
Wer trotzdem bewusst füttern möchte, der kann nachhaltig produziertes Futter im Fachhandel kaufen. Auch lokale Metzgereien bieten Fleischreste, die sich für die Katzennahrung eignen und nicht aus Massentierhaltung stammen. Um ausgewogen zu füttern sollten sie in diesem Fall aber mit ihrem Tierarzt Rücksprache halten.

Anders sieht es bei Hunden aus. Grundsätzlich ist es möglich, seinen Hund vegetarisch zu ernähren. Dies ist manchmal auch aus gesundheitlichen Gründen nötig. Wenn es zu Magenverstimmungen und Durchfall kommt, dann kann eine gelegentliche vegetarische Ernährung Abhilfe verschaffen. An fleischfreien Tagen sollte jedoch ein anderes Protein, zum Beispiel Ei, oder Quark gefüttert werden. Möchte man sein Haustier über längere Zeit zum Vegetarier machen, dann ist eine ausgewogene Mahlzeit aus Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen äußerst wichtig. Auch in diesem Fall lohnt sich der Gang zum Tierarzt, der einen Speiseplan erstellen kann. Generell ist hier auch auf die Möglichkeit zu verweisen, Fleisch bewusst einzukaufen, also ökologisch nachhaltige Produkte einzukaufen. Denn obwohl eine vegetarische Ernährung für einen Hund nicht unbedingt gesundheitsgefährdend ist, ist Fleisch eigentlich natürlicher Bestandteil seines Speiseplans.  

Vegan leben ohne Mangelerscheinungen

© monticellllo - Fotolia.com

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Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, vegan oder vegetarisch zu leben. In der Bundesrepublik leben insgesamt sechs Millionen Vegetarier und davon ernährt sich Einzehntel vegan. Nicht nur ethische Gründe bringen Menschen dazu, komplett auf  tierische Produkte zu verzichten, auch Allergien oder Unverträglichkeiten sorgen für das Umdenken. 

Wer sich vegan ernährt, verzichtet nicht nur auf Fleisch, sondern auf komplett alle tierischen Produkte wie Milch und Eier. In Zeiten der Massentierhaltung und Schlachtung unter unwürdigen Bedingungen wundert es nicht, dass die Zahl der Vegetarier rapide steigt. Zudem werden Fleisch und Eier aus der Massentierhaltung für den Menschen immer ungesünder, da die Tiere mit Antibiotika am Leben erhalten werden. 

Studien zufolge leiden Vegetarier seltener an Übergewicht, Bluthochdruck und hohen Cholesterin-Werten. Die typischen Zivilisationserkrankungen wie Herzinfarkt und Diabetes treten bei Vegetariern und Veganern deutlich seltener auf. Allerdings hat die rein pflanzliche Ernährung auch ihre Schattenseiten, denn wer nicht auf einen Ausgleich der Vitamine und Stoffe achtet, die der Körper sonst aus tierischen Produkten zieht, riskiert Mangelerscheinungen! 

Vitamin B12 ist für den Menschen unerlässlich, da es die Blutbildung unterstützt. Mischköstler entnehmen diesen Stoff den tierischen Produkten, Vegetarier müssen auf spezielle Produkte, den sogenannten fermentierten Produkten zurückgreifen. Diese Produkte sind mit Mikroorganismen versetzt, die geringe Mengen des Vitamins B12 enthalten. Dazu zählt beispielsweise Sauerkraut und Miso. Da unser Körper allerdings nur geringe Menschen des Vitamins benötigt, reicht die geringe Zufuhr aus diesen fermentierten Produkten. 

Auch Vitamin D kommt ausschließlich in tierischen Produkten vor, sodass hier eine Mangelerscheinung für Vegetarier lauert. Spinat, Pilze oder Hefe enthalten allerdings das Provitamin D2, womit der Körper in Kombination von Sonneneinstrahlung Vitamin D produzieren kann. 

Wer sich vegetarisch oder vegan ernähren möchte, muss sich nicht vor Mangelerscheinungen fürchten, die Pflanzenwelt bietet zu jedem Stoff, den tierische Produkte bieten auch eine Alternative.