Die Maibowle

Maibowle, Foto: pixeltante / pixelio.de
Wenn es wieder Frühling wird und die Natur wieder anfängt, grün und frisch auszusehen, dann kommt auch die zeit des geselligen Zusammenseins auf dem Balkon, dem Park oder im eigenen Garten. Als Alternative zur Limonade oder einem Bier bietet sich traditionelle die Maibowle an. Erstmalig erwähnt wurde das Getränk bereits im Jahr 854 von dem Benediktinermönchen Wandalbertus im Kloster Prüm, was in der Eifel liegt. Damals wurde die Maibowle als medizinisches Getränk verabreicht, um das Herz und die Leber zu stärken.
Der wichtigste Inhaltsstoff des Getränks war damals wie heute der Waldmeister, der mit seinem intensiven Aroma der Maibowle ihren charakteristischen Geschmack verleiht. Verantwortlich dafür ist der Inhaltsstoff Cumarin, der besonders stark in welkenden oder trockenen Blättern zu finden ist. Im frischen Waldmeister liegt der Stoff als Curaminglykosid vor, erst bei dem Verwelken der Blätter oder einem Trocknungsprozess bildet sich der aromatische und angenehm riechende Stoff Cumarin.Um Cumarin zu gewinnen, wird der Waldmeister im besten Fall vor der Blüte, weil an diesem Zeitpunkt der Cumaringehalt in der Pflanze sinkt.
Die Maibowle wird mit maximal fünf Gramm Waldmeister pro Liter Bowle angesetzt. Aufgepasst werden muss bei der Menge des verwendeten Cumarins, was eine schwache giftige Wirkung hat und bei Überdosierung zu Kopfschmerzen führen kann. Als Flüssigkeit kann entweder mit trockenem Weißwein, Sekt oder Mineralwasser gearbeitet werden. Vor dem Servieren kann se nach Bedarf noch nachgezuckert werden und mit Eiswürfeln gekühlt.





