Die Freundin im Internet

Liebe, Foto: Thomas Siepmann / pixelio.de
Karriere, Urlaub, Hobby, Sport und dann noch Zeit für die Freundin. Keine Zeit, ist nur ein Grund für eine fehlende Partnerschaft. Und dann nerven die Eltern, wann man denn endlich mal eine Freundin mit nach Hause bringt. Doch jetzt gibt es die Lösung. Ein neues Start-up stellt virtuelle Freundinnen zur Verfügung, die mit Freunden und Eltern via Internet kommunizieren. Da der größte Teil des Lebens sich ins Internet verlagert hat, werden die Personen im unmittelbaren Umfeld den Unterschied zwischen einer echten Frau und der virtuellen Freundin nicht erkennen können. Die virtuelle Freundin kann auch ein Alibi für ungeoutete Homosexuelle sein. Oder sie kann benutzt werden, um die echte Freundin eifersüchtig zu machen.
Die virtuelle Freundin ist die einfachere Alternative zu echten Bekanntschaften im Internet via Partneragenturen, Facebook oder anderen Singlebörsen.
Auf dem Portal Cloud Girlfriend kann sich recht schnell eine passende Freundin „gebastelt“ werden. Vier Schritte führen laut Betreiber zur virtuellen Freundin:
Als erstes wird die perfekte Freundin definiert. Bildung, Aussehen, Wohnort, Alter und weitere Kriterien spielen dabei eine Rolle. Als zweites wird der virtuellen Person „Leben eingehaucht“. Das besorgen die Betreiber des Start-ups. Danach kann die Freundin in verschiedene Social Networks eingebunden werden. So entsteht letztendlich eine echte Fernbeziehung, die dein Umfeld von einer echten Beziehung nicht unterscheiden kann.
Nun bleibt die Frage, ob jemand so eine virtuelle Freundin braucht. Da aber die Freundin oft als Statussymbol fungiert, kann man sich dank Cloud Girlfriend wie mit einem Auto oder der entsprechenden Marken-Klamotte bei Freunden beliebt machen, oder zumindest nicht unbeliebt.





