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Herbstgemüse Kürbis – gesund und lecker

Der Kürbis ist eine Frucht reichhaltig an Vitaminen und Mineralstoffen. Seine gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe werden auch in der Medizin eingesetzt. - Foto von: © panthermedia.net/ galamik (Galina Starintseva)

Der Kürbis ist eine Frucht reichhaltig an Vitaminen und Mineralstoffen. Seine gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe werden auch in der Medizin eingesetzt. - Foto von: © panthermedia.net/ galamik (Galina Starintseva)

Der Kürbis ist eine beliebte Herbstfrucht, besonders an Halloween. In Deutschland ist die Verarbeitungen des Kürbis beim Kochen jedoch noch recht unpopulär. Dabei ist der Kürbis eine Powerfrucht, wenn man sich seine gesunden Inhaltsstoffe ansieht.

Zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe

Kürbisfleisch ist reich an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen und mit seinem Wassergehalt von 80-90 Prozent bei einem Fettgehalt von 0 Prozent der ideale Schlankmacher. Vitamin C und E sowie verschiedene B-Vitamine und Vorstufen des A-Vitamins machen den Kürbis im Winter zu einem hervorragenden Lieferanten von Vitaminen. Enthaltene Mineralien wie Kalium, Magnesium, Eisen und Zink sind ebenfalls gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Auch die Samen finden in der Medizin Verwendung, beispielsweise bei der Heilung gutartiger Prostatavergrößerung, Blasen- und Prostataleiden. Das im Fleisch enthaltene Selen und die Carotinoide schützen vor Krebs.

Verarbeitung in vielen Formen möglich

Um die wirkungsvollen Inhaltsstoffe des Kürbis den ganzen Winter lang nutzen zu können, muss er richtig gelagert werden. Am besten bekommt ihm eine Temperatur von 10-15 Grad Celsius und eine nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit. Zu Mus verarbeitet kann er bis zu 6 Monate im Tiefkühler eingefrostet werden. Die meisten Küsbissorten sind Speisekürbisse, nur wenige enthalten einen Bitterstoff namens Cucurbitacin. Ob der Kürbis genießbar ist, erkennt man an einer Geschmacks- und Geruchsprobe beim Aufschneiden der Frucht. Riecht und schmeckt er bitter, ist der Kürbis zum Verzehr ungeeignet. Viele verschiedene Sorten ermöglichen eine vielfältige Verarbeitung in der Küche. Besonders beliebt ist die klassische Kürbissuppe. Man kann den Kürbis auch als Rohkost verwenden oder ihn füllen. Mit süßeren Sorten, die ein weicheres Fruchtfleisch haben, lassen sich hervorragend Marmeladen kochen.

Tricks zum Öffnen des Kürbis

Bei der Verarbeitung sollte man beachten, dass manche Kürbisse schwer zu knacken sind. Die Schale lässt sich gut mit einem handelsüblichen Gemüseschäler entfernen, da sie, anders als manche Menschen denken, eher dünn ist. Das Fruchtfleisch hingegen ist mit dem Küchenmesser oft schwierig zu schneiden. Abhilfe schaffen hier einfache Tricks. Man kann den Kürbis aus einer Höhe von ca. einem Meter fallen lassen, so bekommt er meist einen Riss und lässt sich besser anschneiden. Kleinere Kürbisse kann man für 30-40 Minuten bei 150 Grad in den Backofen stellen, danach lässt sich das Fleisch leichter bearbeiten.

Gesundes Herbstgemüse

Kohl ist dank seiner Kalorienarmut und Vielseitigkeit das optimale Herbst und Wintergemüse - Foto von: © Serghei Velusceac - Fotolia.com

Kohl ist dank seiner Kalorienarmut und Vielseitigkeit das optimale Herbst und Wintergemüse - Foto von: © Serghei Velusceac - Fotolia.com

Die Temperaturen sinken immer weiter, die Blätter fallen von den Bäumen – Herbst und Winter kommen unaufhaltsam auf uns zu. Jetzt heißt es wieder, den Körper auf die kommenden Monate einzustellen und auch die Ernährung den äußeren Umständen anpassen. Auch in der eher unwirtlichen Jahreszeit können wir auf eine große Anzahl Früchte und Gemüsesorten zurückgreifen. Diese versorgen uns an kalten Tagen mit Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen.

Obsternte im Herbst

Insbesondere auf Äpfel und Birnen können wir uns in den Herbstmonaten verlassen. Sie sind auch von September bis November erntereif und liefern uns sekundäre Pflanzenstoffe und verschiedene Vitamine, die die Abwehrkräfte unseres Körpers stärken. Dazu kommen Aprikosen und Quitten im Oktober, wobei Zweiter zusätzlich im November erhältlich sind.

Gemüse satt

Was das Gemüse anbetrifft, so ist die Palette an Herbstlichem noch deutlich abwechslungsreicher, als es beim Obst der Fall ist. Hier können sich die Menschen über Spinat, Champignons, verschiedene Salat- und Kohlsorten, Tomaten, Zwiebeln, Mais und vieles mehr freuen. Je mehr es auf den Winter zugeht, desto kürzer wird zwar die Liste, allerdings reicht das Angebot auch im November immer noch für reichhaltige Mahlzeiten, die gesund sind und gut schmecken.

Kohl: Gesunder Allrounder

Vor allem Kohl gibt dem Menschen viele Stoffe, die er zum gesunden Leben braucht. Zu nennen sind hier vor allen Dingen Kalium und Vitamin C sowie die große Anzahl an Ballast- und Mineralstoffen. Hinzu kommt, dass man sich nicht zwangsläufig, nur weil es sich um die kalte Jahreszeit handelt, Winterspeck anfuttern muss. Kohl ist im Allgemeinen kalorienarm und belastet, trotz seiner gesunden Inhaltsstoffe, nicht das Körpergewicht. Ein weiteres Argument für die häufige Verarbeitung von Kohlgemüse ist die vielseitige Verwendbarkeit. Egal zu welchem Gericht, Kohl passt (beinahe) immer. Da es so viele unterschiedliche Sorten gibt (Weißkohl, Rotkohl, Grünkohl, Wirsing, Blumenkohl, Brokkoli usw.), müsste auch für jeden Geschmack der passende Kohl dabei sein.

Das Herbstgemüse

Chinakohl, Foto von Andreas./flickr.com

Chinakohl, Foto von Andreas./flickr.com

Der Herbst hat kulinarisch einiges zu bieten. Vor allem Chinakohl, Staudensellerie, Fenchel und Rote Beete gehören zu seinem reichhaltigen Angebot. Die schmecken nicht nur lecker, sondern bringen auch wertvolle Vitamine und Mineralien für den menschlichen Organismus mit.
Der Chinakohl gehört seit etwa drei Jahrzehnten auch zum deutschen Sortiment des Herbstgemüses und ist besonders wegen seines herb-nussigen Geschmacks beliebt. Vor allem bei deftigen Gerichten sorgt er für einen ausgleichenden Kontrast und liefert viel Vitamin C und Folsäure. Will man den Chinakohl in der Küche verwenden, ist es wichtig, auf einen festen Kopf und einen sauberen, hellen Strunk ohne Verfärbungen zu achten. Am besten kommt sein Geschmack roh geschnitten, zusammen mit einem sahnigen, und leicht süßen Senfdressing zur Geltung.
Unverwechselbar durch seine leichte Anisnote, ist der Fenchel. Beim Geschmack dieses bekannten Herbstgemüses scheiden sich die Geister, doch fest steht, dass es dem Körper Vitamin C, A und E liefert und reich sowohl an Kalium als auch an ätherischen Ölen ist. Entsprechend zubereitet, kann der Fenchel sich auch positiv auf die Verdauung auswirken, doch auch für ganze Gerichte ist das Gemüse geeignet. So kann es klein geschnitten zusammen mit Möhrenstreifen, Zwiebeln und Gemüsebrühe gedünstet, anschließend mit Sahne, Gewürzen und Zitrone verfeinert und dann mit Ziegenfrischkäse und Nudeln angerichtet werden. So einfach lässt sich mit Fenchel ein kalorienarmes und gesundes Gericht zaubern.
Während der klassische Knollensellerie einen eher scharfen Geruch hat, wird der mildere Staudensellerie immer beliebter.  Auch hier sind eine Menge Vitamine enthalten, die für den Energiehaushalt von großer Wichtigkeit sind. So sorgt er zum Beispiel für die richtige Würze bei einem Nudelsalat. Außerdem kann er bei kleinen Partys die gesündere Alternative zu Chips bei verschiedenen Kräuterdips sein. Rote Beete ist von September und November auf den Märkten erhältlich und sollte vor der Verwendung gründlich gesäubert werden. Anschließend kann sie zu einem fruchtigen Salat werden.

Gesund leben mit Rohkost

 

Rohkost, Quelle: Paul Golla / pixelio.de

Der Appetit auf frische Salate und saftige Tomaten wurd in der letzten Zeit zwar stark geschmälert, doch sollten wir und durch EHEC nicht die Lust an gesunder Ernährung verderben lassen. Rohkost ist ein wichtiger Teil einer gesunden und ausgewogenen Lebenweise und macht besonders im Sommer, wenn die Temperaturen hoch und das Angebot an frischem Obst und Gemüse reichhaltig ist, besonders viel Spaß.

Rohkost ist deswegen so wichtig für eine gesunde Ernährung, weil in dem ungekochten Obst und Gemüse noch alle wichtigen Vitalstoffe, die unser Körper benötigt, vorhanden sind. Dazu zählen Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Enzyme und Aromen.

Beim Kochen von Lebensmitteln werden die hitzeempfindlichen Vitamine zerstört und Mineralstoffe durch das Kochwasser ausgewaschen, damit gehen viele gute Bestandteile, die unseren Zellen beim Stoffwechsel helfen würden, verloren. In rohem Obst und Gemüse sind alles diese Teile noch enthalten und damit bringen sie dem Körper alle Dinge, die er für einen gesunden Stoffwechsel und damit einem gesunden Organismus benötigt. Und glauben Sie nicht, dass es eintönig sei, mehr Rohkost in den Alltag zu integrieren, oder dass man gar den ganzen Tag an einer Karotte nagen müsste. Es gibt so viele tolle Möglichkeiten roh zu essen.

Mit bunten, kühlen Smoothies aus gefrorenem  Obst oder einer Gazpacho aus ungekochten Kirschtomaten kann man noch jeden Zweifler überzeugen. Oder mit einem exotischen Rucola-Erdbeer-Salat mit feinem Parmesan. Experimentieren mit rohem Gemüse und leckeren Soßen kann zu einer echten Leidenschaft werden. Wussten Sie, dass man Spinat auch roh als Salat essen kann, oder dass auch Rote Beete-Apfel-Salat mit Honig-Senf-Soße ganz toll schmeckt?

Auch auf die umstrittenen Sprossen, die im EHEC-Skandal für Aufsehen gesorgt haben, muss man nicht verzichten. Die kleinen Pflanzentriebe sind vollgestopft mit Vitaminen und echte Energie-Wunder. Man kann sie ganz einfach auch zu Hause ziehen. Einfach einen Teller mit einer feuchten Serviette auslegen und die Keime drauf geben. Einmal am Tag wässern und schon nach wenigen Tagen sprießt es auf ihrer Fensterbank.

Wenn die regelmäßig Rohkost in ihren Speiseplan aufnehmen, können sie Kleinanzeigen in denen für teure Nahrungsergänzungsmittel geworben wird, getrost vergessen. Sie werden es merken, Rohkost macht einen Unterschied und gerade im Sommer macht das bunte Essen richtig Spaß.